Stuttgart 21

Stuttgart 21 – ein derzeit sehr umstrittenes Verkehrsprojekt des Landes Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Region und Landeshauptstadt Stuttgart, Bund, Europäischer Union und der Deutschen Bahn AG.


Gegenstand
Stuttgart 21 – in seiner ursprüngliche Bezeichnung ein Teilprojekt des offiziell genannten ‚Bahnprojekt Stuttgart Ulm‘ wird mehr und mehr zum Schlagwort, das das gesamte Projektvorhaben umfasst.

Mit dem zweiten Teilprojekt ‚Neubaustrecke Wendlingen – Ulm‘ beschreiben die Projektverantwortlichen das Bahnprojekt Stuttgart Ulm als
 ‚…grundlegende Umgestaltung des Bahnknoten Stuttgart mit Anschluss des Flughafens & Neubau der Schnellfahrstrecke zwischen Wendlingen und Ulm‘.

In seinem Kern umfasst das Teilprojekt Stuttgart 21 einen Umbau des bisherigen Stuttgarter Kopfhauptbahnhofs mit dem Ziel eines unterirdisch verlaufenden, achtgleisigen Durchgangsbahnhofs.
Zu diesem Zweck sollen Teile des historischen Hauptbahnhofs von 1928 entfernt werden. Dazu zählen die Seitenflügel, denen nach einer Realisation eines neuen Durchgangsbahnhofs keine Funktion mehr zufallen würde. Der unter Denkmalschutz stehende Bonatzbau mit Bonatzturm soll erhalten bleiben und Grundlage sein für den neu entstehenden Bahnhof.

Projekt Planung

In diesem Zusammenhang sollen ZWEI? neue Bahnhöfe errichtet werden: Der Bahnhof Flughafen/Messe sowie die S-Bahnstation Mittnachtstraße am neuen Rosensteinviertel)

Die Neubaustrecke Wendlingen Ulm ist geplant als Hochgeschwindigkeitsstrecke, die parallel der Bundesautobahn A8 verlaufen und den Flughafen an das neue Schienennetz anbinden soll.

Eine ursprüngliche Kostenberechnung für das gesamte Projekt veranlagen die Projektverantwortlichen mit Stand September 2009 auf 4,088 Milliarden Euro; davon sollen 1.469 Millionen Euro auf die Deutsche Bahn AG fallen. An die Bundesrepublik Deutschland fällt danach inklusive EU-Hilfen 1.229,4 Millionen Euro, das Land Baden-Württemberg soll 823,8 Millionen Euro Kosten tragen, die Stadt Stuttgart 238,58 Millionen und schließlich der Flughafen 227,2 Millionen und die Region Stuttgart 100 Millionen Euro – diese Zahlen umfassen auch jeweilige Beträge zur Risikovorsorge.
Das Gesamtprojekt hat nach Angaben der Verantwortlichen über 15 Jahre hinweg eine mehrheitliche Zustimmung von jeweils rund 75 Prozent durch Bundestag, Landtag, Regionalversammlung und Stuttgarter Gemeinderat erhalten.