Stuttgart 21

Im Rahmen von insgesamt geplanten acht Schlichtungsgesprächen sollen nun jeweils verschiedene Aspekte des Bahnprojekts Stuttgart Ulm fokussiert werden;

Themenschwerpunkte sollen unter anderem sein die Neubaustrecke Wendlingen, das Projekt Kopfbahnhof 21, die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts mit Kosten/Nutzen-Analysen, geologische Aspekte des Bauvorhabens sowie damit verbundene städtebauliche Maßnahmen.
Projektbefürworter und - gegner sind mit jeweils sieben Vertretern beteiligt, die im Verlauf der Gespräche wechseln werden.
Die Vertreter beider Konfliktparteien haben außerdem die Möglichkeit, jeweils sieben eigenhändig gewählten Experten das Wort zu erteilen, um Standpunkte zu unterstreichen.
Die Seite der Projektgegner besteht beispielsweise aus Vertretern von‘ Bündnis 90-Die Grünen‘, des BUND Baden-Württemberg, der Initiative ‚Leben in Stuttgart - kein Stuttgart 21‘ des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), der ‚Pro Bahn Baden-Württemberg e.V. – Regionalverband der Region Stuttgart und des SÖS (Stuttgart Ökologisch und Sozial).
Auf Seiten der Projektbefürworter sitzen neben dem Baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus die Landesministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Tanja Gönner; CDU und Vertreter der Deutschen Bundesbahn AG wie der Technikvorstand Dipl. Ing. Volker Kefer.
Im Zeitraum der laufenden Schlichtungsgespräche ruht ein Teil der Bauarbeiten, es besteht Friedenspflicht – wonach beide Parteien dazu verpflichtet sind, sogenannte Kampfmaßnahmen zu unterlassen; wie beispielsweise Handlungen durch Aktivisten oder weitere Baufortschritte - und eine Auftragssperre für neue Aufträge, die mit dem Bau in Verbindung stehen.
Zu Beginn des ersten Schlichtungsgesprächs erhalten beide Parteien die Möglichkeit in Vorträgen von jeweils einer knappen Stunde ihre grundsätzlichen Anliegen vorzustellen.