Stuttgart
21
Proteste der Bevölkerung –
Eckdaten
Insbesondere das Projekt Stuttgart 21 stößt bei
einer Vielzahl von Stuttgarter Bürgern und
Aktionsbündnissen nicht erst seit offiziellem Baubeginn am 2.
Februar 2010 auf wachsende Ablehnung und Gegenwehr.
Obwohl das Projekt politisch beschlossen und juristisch
bestätigt ist, diskutieren
Stuttgart 21-Gegner mögliche Alternativen unter dem
Projektnamen ‚Kopfbahnhof 21‘.
Am 10. Juli 2010 findet die erste Großdemonstration statt mit
dem erklärten Hintergrund, den Schlossgarten vor Baggern zu
retten.
Drei Tage später, am 13. Juli, kündigt Wolfgang
Drexler….., Stuttgart-21-Sprecher, den teilweisen Abriss des
Hauptbahnhofs an.
Am 26. Juli wird Nordflügel des Hauptbahnhofs durch Aktivisten
besetzt, die von circa zweitausend Demonstranten unterstützt
werden; die Besetzung wird schließlich von der Polizei
beendet und die Aktivisten abgeführt.
Stefan Mappus, Ministerpräsident von
Baden-Württemberg, CDU, verkündet am 27. Juli, dass
die Kosten der Strecke Stuttgart – Ulm von
ursprünglich berechneten ungefähren 2,9 Milliarden
Euro um circa 40 Prozent steigen werden. Schließlich beginnt
die Deutsche Bahn AG am 25. August mit dem Abriss des
Bahnhofnordflügels.
Am 17. September tritt Wolfgang Drexler von seinem Posten
zurück; durch die Medien war er auch ‚Mister
Stuttgart 21‘ genannt worden. Nach eigenen Angaben reagiert
er damit auf eine empfundene Unvereinbarkeit seiner Position und der
zwischenzeitlichen Stellung der SPD zum Bauprojekt; obwohl die Landes
– SPD von Beginn hinter dem Konzept Stuttgart 21 steht,
forderte sie einen Volksentscheid verbunden mit einem Baustopp; neben
der Landtagsfraktion votierte auch die Bundesfraktion dafür;
die Regierung lehnt den Vorschlag noch ab, möchte ihn aber
verfassungsrechtlich prüfen lassen.